Benjamin Black: Tod im Sommer

Romane, Spannung

Der sagenhaft reiche Zeitungsverleger Richard Jewell wird tot mit einer Schrotflinte in den unblutigen Händen am Schreibtisch aufgefunden. Hat er sich selbst erschossen, oder war es Mord? Und was haben das Waisenhaus, in dem er oft verkehrte, und die mysteriösen Gönner damit zu tun? Inspector Hackett und Quirke ermitteln.

Alles sieht nach Selbstmord aus, doch Inspector Hackett und Gerichtsmediziner Quirke halten es für unmöglich, dass sich jemand mit einer Schrotflinte erschießt und das Gewehr danach noch in Händen hält. Warum reagiert die attraktive, aber mysteriöse französische Gattin des Verlegers so ungerührt, und was ist mit der krisenanfälligen Schwester los? Die Ermittlungen führen ins Waisenhaus St. Christopher’s, in dem Quirke als Kind lebte. War Jewell dort wirklich Mäzen oder verfolgte er ganz andere Interessen als soziales Engagement?

Benjamin Black (John Banville), Tod im Sommer. Kiepenheuer & Witsch, 2016

Die Übersetzerin wurde für ihre Arbeit mit einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds e.V. ausgezeichnet

Die Suche nach einem Motiv ist der rote Faden in diesem Krimi. Wer den Schuss aus der Flinte abgeben hat, erscheint zweitrangig. Es ist die düstere Seite einer scheinbar heilen Welt, die hier von John Banville alias Benjamin Black gezeigt wird. Sie berührt und stößt ab. Eine gelungene Darstellung.

Rezension auf Krimilese


Coverfoto (Beitragsbild) © Kiepenheuer & Witsch
Verlagstext oben © Kiepenheuer & Witsch